Laut einer Analyse der „China Metallurgical News“ handelt es sich bei den „Stiefeln“ umStahlDie Anpassung der Produktzollpolitik ist nun endgültig in Kraft getreten.
Was die langfristigen Auswirkungen dieser Anpassungsrunde angeht, ist „China Metallurgical News“ der Ansicht, dass es zwei wichtige Punkte gibt.

Eine Möglichkeit besteht darin, die Einfuhr von recycelten Eisen- und Stahlrohstoffen auszuweiten, wodurch die einseitige Vormachtstellung im Eisenerzmarkt aufgebrochen wird. Sobald sich die Eisenerzpreise stabilisiert haben, werden die Stahlkosten sinken und die Stahlpreise in einen schrittweisen Anpassungsprozess einleiten.
Zweitens bestehen Preisschwankungen zwischen dem chinesischen Inlandsmarkt und dem Auslandsmarkt. Obwohl die Stahlpreise in China derzeit weiter steigen, befindet sich der chinesische Inlandsmarkt im internationalen Vergleich weiterhin in einer Preisdepression. Insbesondere bei warmgewalzten Produkten liegen die Preise für warmgewalzte Produkte in China selbst nach Abschaffung der Exportsteuervergünstigungen noch etwa 50 US-Dollar pro Tonne unter denen anderer Länder, wodurch der Preisvorteil weiterhin besteht. Solange die Exportgewinnmarge den Erwartungen der Stahlunternehmen entspricht, wird die bloße Abschaffung der Exportsteuervergünstigungen nicht zu einer schnellen Amortisation der Exporterlöse führen. Nach Einschätzung des Autors wird der Wendepunkt für die Amortisation der Stahlexporterlöse voraussichtlich erreicht sein, wenn die Stahlpreise in China wieder steigen oder die Preise auf den Auslandsmärkten von ihrem hohen Niveau nachgeben.
Im Allgemeinen wird die Anpassung der Zollpolitik für Stahlimporte und -exporte zu gewissen Verbesserungen bei Angebot, Nachfrage und Kosten auf dem Markt führen.
Da die Politik der Reduzierung der Rohstahlproduktion jedoch unverändert bleibt, dürfte der Markt – sowohl kurz- als auch langfristig – weiterhin ein angespanntes Angebot aufweisen. Unter diesen Umständen ist ein starker Preisverfall bei Stahl in der Folgezeit unwahrscheinlich; vielmehr ist mit einer Konsolidierung zu rechnen.
Veröffentlichungsdatum: 11. Mai 2021