Die Wintersonnenwende ist einer der vierundzwanzig Sonnenabschnitte und ein traditionelles Fest der Chinesen. Sie findet zwischen dem 21. und 23. Dezember des gregorianischen Kalenders statt.
Im Volksmund heißt es, die Wintersonnenwende sei so wichtig wie das ganze Jahr, doch die Bräuche dazu variieren von Region zu Region. Im Norden isst man traditionell Teigtaschen, im Süden hingegen Süßigkeiten.
Die Wintersonnenwende ist eine günstige Zeit für die Gesundheitsvorsorge, da das Qi zu dieser Zeit wieder erwacht. Mit Beginn des Winters wandelt sich das Leben von einem Zustand des Rückgangs zu einem des Aufschwungs, von Ruhe zu Dynamik. Eine bewusste Gesundheitsvorsorge in dieser Zeit trägt dazu bei, die Lebenskraft zu erhalten, vorzeitiger Alterung vorzubeugen und das Leben zu verlängern. Zur Wintersonnenwende sollte die Ernährung abwechslungsreich sein und eine ausgewogene Kombination aus Getreide, Obst, Fleisch und Gemüse sowie eine gezielte Auswahl kalziumreicher Lebensmittel beinhalten.
Die Astronomie betrachtet die Wintersonnenwende als Winterbeginn, der in den meisten Regionen Chinas deutlich später eintritt. Die Wintersonnenwende ist der kürzeste Tag des Jahres auf der gesamten Nordhalbkugel. Nach der Wintersonnenwende wanderte der direkte Sonnenstand allmählich nach Norden, die Tage auf der Nordhalbkugel wurden länger und die Mittagssonne erreichte ihren höchsten Punkt. Daher gibt es das Sprichwort: „Nachdem man die Nudeln zur Wintersonnenwende gegessen hat, werden die Tage von Tag zu Tag länger.“
Veröffentlichungsdatum: 21. Dezember 2020
